Frühs gabs Gesang, dann haben wir die Gefühle gesammelt und dann bin ich
endlich auf die offene Station verlegt worden. Die Türen sind nun
jederzeit offen und das nutze ich seither auch fleißig.
Dann ein Gespräch mit der Psychologin, die, wie ich auch selbst, sehr
überrascht über meine gute Verfassung war und so konnten wir uns der
Zukunftsplanung widmen. Ich habe nun ein Angstprotokoll auszufüllen und
muss jeden Tag eine feste Route einhalten.
Nach dem Mittagessen gings zum Patientennachmittag. Ich durfte mir
aussuchen, ob ich spazieren gehen will oder hier Spiele spielen. Wir
haben Stadt Name Land gespielt...
Direkt danach noch Yoga, Wirbelsäulendehnung und ich ahne fast, was ich morgen wo fühlen werde...
Und jetzt nach dem Abendbrot sitze ich im Bett und tippe diese Zeilen.
Denke über den neuen Weg nach und ich freue mich, wenn alles vorbei ist,
denn nichts hasse ich mehr als Umzug.
Morgen hole ich mir endlich ein Patiententelefon aufs Zimmer, dann kann
ich euch wieder mit Anrufen belästigen. Wer will auch mal? ^^
Hier wird wohl nichts lustiges passieren. Die Leute hier sind bis jetzt
ziemlich lahm und träge, viele Frauen hier... hoffe meine
Exzimmergenossin kommt schnell nach, vermisse sie jetzt schon, sie
strahlte so eine geniale Ruhe aus...
Werde mich jetzt noch ein wenig durchs Internet stürzen und danach in
die Scheibenwelt einziehen. Mit Harry Potter 4 bin ich fertig :(
Bis morgen :)
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