Ich gehe irgendwo zur Schule, bin recht beliebt dort und gern dabei.
Ein neuer Schüler kommt in die Klasse. Er sieht recht gut aus, wirkt hochnäsig. Wir verstehen uns nicht, gehen uns aber aus dem Weg.
Romy wohnt bei meiner Familie mit mir zusammen. Sie feiert Party. Er ist auch da mit seiner Clique. Sie bleiben über Nacht.
Frühs steh ich vor dem Spiegel, schau mich an und wundere mich. Auf der rechten Schulter ein riesiger Drachen. Tattoo... geht nicht ab. Ich kanns nicht glauben und geh zu Romy. Ich frage sie wie benebelt, wann ich das denn hab machen lassen.
Sie lacht mich aus und sagte, heute Nacht und ob ich auch schon das andere gesehen habe. Ich kann keins finden. Bin sauer, nein extrem wütend sogar. Ich muss zur Schule.
Sie sagt noch, ich kann den Typen selbst fragen, er würde die nächste Nacht hier im Gästezimmer schlafen. Sie sei aber nicht da.
Mein Stiefvater will auch nicht da sein, ich sage ihm, wenn er geht, bin ich nicht mehr da, wenn er wieder kommt. Er geht trotzdem, lacht mich aus. Ich gehe zur Schule, stelle diesen Typen zur Rede und er sitzt gelassen in seinem Stuhl und lacht mich aus. Er habe mit meinen Eltern über mich geredet und ich sei eine absolute Witzfigur. Irgendwas mit von wegen Satanistin seit vielen Jahren. Ich sei eine Lügnerin, Spinnerin.
Die ganze Klasse nimmt jetzt Abstand von mir. Ich weine vor Wut.
Ich gehe raus aus der Schule und nebenan ist eine Gewerkschaft. Ich erzähle ihnen, was passiert ist. Wir suchen das zweite Tattoo. Es befindet sich auf dem Arsch und es ist ein Penis. Komischer weise finde ich das absolut nicht schlimm. Danach packe ich meine Sachen in der Schule und verschwinde.
Ich komme erst nachts heim, weil ich angst habe. Als ich reinkomme, sind da ganz viele schwarze große Vorhänge und es ist dunkel überall. Ich wühle mich durch die Stoffe und er steht grinsend vor mir.
Dann ist plötzlich Morgen. Wieder Schule. Davor stehen schon die Leute von der Gewerkschaft und fangen die Clique ab. Sie lotsen sie in einen Raum. Ich darf nicht mit rein.
Später kommt ein Mitglied raus und gibt mir einen Zettel. Darauf stehen Stichwörter über mich. Wie er mich sieht. Leichte Bewunderung... sah aus wie Gehirnwäsche. Mir egal, ich grinse. Er kommt raus, nimmt mir den Zettel weg und sagt nichts, schaut nur beschämt.
Ich geh nach Hause. Ich kehre das noch nicht fertige andere Gästezimmer. Es liegt noch ein wenig Schutt auf dem Betonboden und Foliereste, die sich ziemlich scheiße kehren lassen.
In einer Ecke etwas aus Plaste... erst dachte ich, eine Spritze, dann seh ich, es ist eine Einwegsektflöte. Etwas liegt darin. Ein benutztes Kondom. Er hat sie gevögelt.
Er betritt die Wohnung, kommt auf mich zu. Ich sage ihm, wir fangen noch einmal ganz von vorn an. Ich erzähle ihm, dass meine Familie keine Ahnung über mich hat, weil sie sich nie für mich interessierten. Sie haben nicht mitbekommen, wenn ich in die Bibliothek verschwunden bin, oft saß ich von Schulende bis zur Schließung der Bibliothek an einem Tisch in einer Nische und schrieb Sachen aus Büchern. Ich saugte alles über das Thema Satanismus auf.
Sie bekamen nie mit, dass ich Angst hatte, heim zu kommen, weil meine Mutter eine launische streitsüchtige Frau war und ihr Freund mich jahrelang missbrauchte.
All das erzählte ich ihm unter Tränen und er verstand.
Wenigstens einer...
0 x bunt bemalt:
Kommentar veröffentlichen